Über mich – Patrick Rathjen

Ein Entwickler, ein Autor, zwei Kinder und ein Haushalt, in dem regelmäßig etwas geladen werden möchte.

Hallo, ich bin Patrick. Jahrgang 1992, zu Hause in der Nähe von Hamburg – und laut eigener Website jemand, der „Apps und Bücher mit einem Strich zeichnet“. Das klingt kunstvoller, als es ist. Gemeint ist: Ich skizziere eine Idee, programmiere sie in Swift, schreibe die Texte dazu und veröffentliche das Ergebnis – ohne Abstimmungsrunde, ohne Zwischenpräsentation, ohne jemanden, der fragt, ob wir das nicht doch lieber blau machen wollen.

Profilbild von Patrick Rathjen. Locker, leger auf dem Sofa.

Wie man in so einer Lage landet

Angefangen habe ich weit weg von alldem: Ausbildung zum Bürokaufmann bei Sixt, anschließend die Leitung einer Filiale inklusive Personalverantwortung und Fuhrparkplanung. Über Technik habe ich damals höchstens geflucht.

2017 bin ich dann bei Apple gelandet – erst als Specialist, dann als Creative Pro, zuletzt als Business Pro. Viereinhalb Jahre lang habe ich Menschen erklärt, was ihre Geräte können, und dabei vor allem eins gelernt: Der Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Produkt zeigt sich selten im Datenblatt. Er zeigt sich in dem Moment, in dem jemand zum ersten Mal damit arbeitet.

Danach ging es über eine Station als Consultant bei Eurocommand (Vertrieb und Hardwarebeschaffung für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) zu Jamf, wo ich fast drei Jahre lang als Inside Account Executive für den DACH-Raum unterwegs war. Apple-Geräte verwalten, absichern, ausrollen – nur eben mal zehntausend Stück auf einmal statt eines.

Heute bin ich Sales Engineer bei DESK7 in Hamburg. Kurzfassung des Jobs: Ich sorge dafür, dass Apple-Technik in Unternehmen so ankommt, dass Menschen damit arbeiten können und nicht dagegen. Dazwischen liegen über zehn Jahre Vertrieb, Account Management und Projektumsetzung – und eine bemerkenswert unspektakuläre Zertifikatssammlung, die unter anderem „Apple Certified Pro – Pages“ enthält. Ja. Pages.

Und abends?

Abends mache ich im Grunde dasselbe, nur kleiner und mit deutlich mehr Freiheit beim Namen des Buttons. Unter dem Label Studio Rathjen entstehen meine eigenen Projekte. Das ist keine Agentur, sondern eher eine Handschrift mit Feierabend.

Mein Leitprinzip dabei ist unspektakulär: Klarheit. Produkte, die einfach funktionieren, ehrlich sind und ohne Schnickschnack auskommen. Ein Satz, den man leicht schreibt und beim dritten Feature-Wunsch wieder neu lernen muss.

Gridium macht aus Fotos Collagen. 21 Raster-Vorlagen, Text, Sticker, verschiedene Formate – und alles passiert zu 100 % lokal auf dem Gerät. Kein Upload, kein Tracking, keine Werbung. Nicht, weil das gerade gut klingt, sondern weil ich nicht einsehe, warum ein Familienfoto für eine Collage erst einmal verreisen sollte.

Balkonizer kümmert sich um Balkonkraftwerke und zeigt auf iPhone, iPad und Apple Watch, was die eigene Anlage gerade tut – Anker SOLIX, EcoFlow, Growatt, Hoymiles, Zendure. Entstanden ist die App aus dem sehr menschlichen Bedürfnis, mehrmals täglich nachzusehen, ob die Sonne ihren Job macht.

Beide Apps gibt es, weil ich das jeweilige Problem selbst hatte. Keine besonders originelle Gründungsgeschichte, aber eine ziemlich verlässliche.

Und ein Buch, das um drei Uhr nachts angefangen hat

Als unser erstes Kind kam, stand alles auf dem Kopf – der Schlaf, die Pläne, die Vorstellung davon, wer ich eigentlich bin. Ratgeber gab es reichlich, widersprüchlich waren sie auch, und im entscheidenden Moment half davon erstaunlich wenig.

Also habe ich aufgeschrieben, was tatsächlich funktioniert hat. Daraus wurde „Der herrlich unperfekte Familienalltag– mit Kind und ohne Grund zur Panik“: 24 Kapitel, über 250 Checklisten-Punkte, kein erhobener Zeigefinger. Ein Nachschlagewerk für Situationen, in denen niemand Lust auf ein Kapitel über Bindungstheorie hat.

Inzwischen bin ich Vater von zwei Kindern. Die Checklisten haben sich bewährt. Der Schlaf nicht.

Warum das alles hier landet

Kopfnotiz ist der Ort für die Gedanken, die zwischen alldem entstehen. Beim Ausprobieren, beim Einrichten, beim Lesen, beim „ich schau mir das nur mal kurz an“.

Ich schreibe hier nicht als jemand, der Datenblätter vorliest, sondern als jemand, der Technik den ganzen Tag verkauft, einrichtet, selbst baut und gelegentlich auch anschreit. Mich interessiert weniger, wie viele Nanometer ein Chip hat, als die Frage, ob ein Gerät den Alltag tatsächlich besser macht – oder ob es vor allem eine weitere Sache ist, die geladen werden möchte.Und ja: Manchmal ist die Antwort einfach nur Begeisterung. Auch das darf ein Kaufargument sein.

Schön, dass du da bist.

Patrick